Deine Kochwelt Deine Kochwelt

Warenkunde 7 Min. Lesezeit

Kohlsorten: von Grünkohl bis Brokkoli und wie Du sie zubereitest

Viele Kohlsorten kannst Du roh essen, etwa Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl und Grünkohl. Viele haben im Herbst und Winter Saison, Grünkohl zum Beispiel von Oktober bis März. Mit Kümmel oder Fenchel, gründlichem Kauen und kleinen Portionen wird Kohl bekömmlicher.

Auf einen Blick

  • Roh essbar:Brokkoli-Röschen, Blumenkohl, Kohlrabi, Weiß-, Spitz- und Rotkohl, Grünkohl und junger Frühwirsing
  • Saison:Grünkohl von Oktober bis März, Rosenkohl von September bis März. Brokkoli, Kohlrabi und Spitzkohl gibt es von Mai bis November.
  • Grünkohl:braucht keinen Frost. Kühle Temperaturen und eine späte Ernte machen ihn milder.
  • Bekömmlich:Kümmel, Fenchelsamen oder Ingwer mitkochen, gründlich kauen und mit kleinen Portionen anfangen

Welche Kohlsorten es gibt

Fast alle Kohlsorten stammen von derselben Pflanzenart ab, dem Gemüsekohl. Je nach Sorte isst Du einen anderen Teil der Pflanze. Bei Weißkohl, Spitzkohl, Rotkohl und Wirsing sind es die Blätter, die sich zu einem festen Kopf schließen. Grünkohl und Palmkohl bilden lose Blätter ohne Kopf, beim Blumenkohl und beim Brokkoli isst Du die Blütenstände. Der Rosenkohl trägt seine kleinen Köpfe am Stängel, und der Kohlrabi ist ein verdickter Stängel.

Kohlsorten im Überblick

Die Saison gilt für Kohl von deutschen Feldern. Willst Du Kohl länger aufbewahren, als die letzte Spalte angibt, friere ihn ein.

Sorte Saison Roh oder gegart Hält im Gemüsefach
Weißkohl ganzjährig roh in feinen Streifen als Salat oder gegart rund drei Wochen
Spitzkohl Mai bis November roh als Salat oder gegart, ist schneller gar als Weißkohl wenige Tage
Rotkohl fast ganzjährig roh fein geschnitten im Salat oder gegart etwa drei Wochen
Wirsing Frühwirsing Mai bis September, Winterwirsing ab September nur zarter Frühwirsing roh, sonst gegart bis zu drei Wochen
Grünkohl Oktober bis März roh im Salat oder Smoothie oder schonend gegart einige Tage
Rosenkohl September bis März 8 bis 10 Minuten in Salzwasser bissfest garen einige Tage
Brokkoli Mai bis November Röschen roh, Strunk geschält und gegart ein bis zwei Tage
Blumenkohl Mai/Juni bis Oktober/November roh fein geraspelt oder gegart drei bis vier Tage
Kohlrabi Mai bis November roh fein gerieben oder in Scheiben, auch gegart etwa eine Woche

Quelle: BZfE (Pressemeldungen und How-to-Seiten zu den einzelnen Kohlsorten); Öko-Test (Brokkoli roh) (öffnet in neuem Tab)

Brokkoli roh essen

Brokkoli enthält von Natur aus keine Giftstoffe, schreibt die Zeitschrift Öko-Test, deshalb kannst Du ihn auch roh essen. Am besten eignen sich dafür die Röschen, weil sie bekömmlicher sind als der Strunk. Den Strunk schälst Du, schneidest ihn in kleine Würfel und garst ihn mit. Wenn Deine Verdauung empfindlich ist, fang mit einer kleinen Menge an.

Beim Einkauf achtest Du auf kräftig grüne Köpfe mit fest geschlossenen Blüten und ohne gelbe Stellen. Im Gemüsefach hält Brokkoli nur ein bis zwei Tage, deshalb bereitest Du ihn am besten bald nach dem Kauf zu.

Frischer Brokkolikopf auf einem Holztisch, daneben ein Röschen in einer Schöpfkelle

Grünkohl: Kälte statt Frost

Grünkohl von deutschen Feldern gibt es etwa von Oktober bis März. Am mildesten schmeckt er, wenn er spät geerntet wird und vorher eine Weile kühles Wetter abbekommen hat.

Bei Kälte arbeitet die Pflanze langsamer, während sie weiter Zucker bildet, sodass ihre Blätter milder schmecken. Manche Sorten enthalten von vornherein mehr Zucker, sodass sie früher geerntet werden können.

Dicht wachsende, krause Grünkohlblätter auf einem Feld

Zwei Irrtümer über Grünkohl

  • Mythos

    Grünkohl schmeckt erst, wenn er Frost abbekommen hat.

    Fakt

    Frost braucht es nicht, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung. Schon niedrige Temperaturen lassen den Zuckergehalt in den Blättern steigen.

  • Mythos

    Eine Nacht im Gefrierfach ersetzt den Frost.

    Fakt

    Der Zucker reichert sich nur an, solange die Pflanze auf dem Feld lebt. Geernteter Kohl wird im Gefrierfach deshalb nicht milder.

Warum Kohl blähen kann

Rosenkohl zum Beispiel enthält einen Ballaststoff, den der Körper nicht vollständig aufspalten kann. Er heißt Stachyose, und im Darm entstehen aus ihm Gase, die zu Blähungen führen können. Beim Rotkohl nennt das Bundeszentrum für Ernährung außerdem einen Inhaltsstoff namens Acetylcholin als möglichen Auslöser. Vor allem Menschen mit empfindlicher Verdauung spüren das.

So wird Kohl bekömmlicher

  • Kümmel, Fenchelsamen oder Ingwer mitkochen.
  • Kohl ausreichend lange garen.
  • Gründlich kauen.
  • Mit kleinen Portionen anfangen, damit sich der Körper an Kohl gewöhnt.
  • Bei rohem Brokkoli die Röschen nehmen und den Strunk lieber garen.

Kohl lagern und einfrieren

Weißkohl und Rotkohl halten im Gemüsefach rund drei Wochen, während Spitzkohl nur wenige Tage frisch bleibt. Angeschnittene Köpfe deckst Du mit Folie oder einem feuchten Tuch ab und verbrauchst sie bald. Wenn Du einen kühlen, dunklen Keller hast, lassen sich späte Herbst- und Wintersorten dort mehrere Monate lagern.

Zum Einfrieren schneidest Du den geputzten Kohl klein und blanchierst ihn kurz. Nachdem Du ihn in kaltem Wasser abgeschreckt hast, frierst Du ihn portionsweise ein. Rosenkohl braucht dafür nur zwei bis drei Minuten im kochenden Wasser, und eingefroren hält er bis zu einem Jahr.

Mehrere Köpfe Weißkohl und Rotkohl liegen nebeneinander
Kochmodus

Rotkohl, Grünkohl und Co. Schritt für Schritt

Kohlgerichte schmoren oft lange, und zwischendurch kommen Gewürze dazu. Im Kochmodus Deiner Kochwelt bleibt das Display an, und Du hakst jeden erledigten Schritt ab. Kochst Du für mehr Leute, rechnen sich die Zutaten mit der Portionszahl um.

  • check Display bleibt beim Kochen an
  • check Schritte und Zutaten abhaken
  • check Zutaten rechnen sich mit der Portionszahl um
Kostenlos starten arrow_forward
Jetzt kochen Funktion

Häufige Fragen zu Kohlsorten

check Kann man Brokkoli roh essen? expand_more

Ja. Brokkoli enthält keine Giftstoffe. Am bekömmlichsten sind die Röschen, den Strunk garst Du besser. Wenn Deine Verdauung empfindlich ist, beginne mit einer kleinen Menge.

check Welche Kohlsorten kann man roh essen? expand_more

Weißkohl, Spitzkohl und Rotkohl schmecken fein geschnitten als Salat. Auch Blumenkohl, Kohlrabi, Grünkohl und die Röschen vom Brokkoli kannst Du roh essen, beim Wirsing nur den zarten Frühwirsing.

check Muss Grünkohl Frost abbekommen? expand_more

Nein. Kühle Temperaturen und eine späte Ernte reichen, damit der Zuckergehalt in den Blättern steigt und der Kohl milder schmeckt.

check Was hilft gegen Blähungen durch Kohl? expand_more

Koch Kümmel, Fenchelsamen oder Ingwer mit, gar den Kohl ausreichend und kau gründlich. Wer selten Kohl isst, fängt am besten mit kleinen Portionen an.

check Wann hat Kohl Saison? expand_more

Weißkohl gibt es aus Deutschland das ganze Jahr. Brokkoli, Kohlrabi und Spitzkohl kommen von Mai bis November vom Feld, Rosenkohl und Grünkohl vor allem im Herbst und Winter.

Weiterlesen in der Warenkunde

Deine Kohlrezepte für Herbst und Winter

Sammle Deine Rezepte für Rotkohl, Grünkohl und Brokkoli an einem Ort, lass die Mengen umrechnen und koch im Kochmodus nach, ohne dass das Display ausgeht.

Kostenlos starten arrow_forward